Remote-Work: Wenn die Welt dein Arbeitsplatz ist

Beitrag teilen:

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email

Bevor die COVID-19-Pandemie unsere Welt auf den Kopf stellte, war das Konzept von Homeoffice oder Remote-Work den meisten Menschen fremd. Es war selbstverständlich, dass wir montags bis freitags von 09 bis 17 Uhr im Büro saßen.

Doch Corona hat unser Leben gezwungenermaßen verändert und uns somit zum Nachdenken gebracht.

Es hat uns gezeigt, dass unsere Technologien in den meisten Bereichen bereits so weit entwickelt sind, dass ein Arbeiten von überall problemlos möglich ist. Zoom-Konferenzen, Bildschirmfreigaben, Intranets und Chat-Apps wie Slack ermöglichen es, von zu Hause aus, in Cafés und theoretisch auch vom Strand aus zu arbeiten. Kommunikation ist somit kontinentenübergreifend und unabhängig von Zeitzonen möglich.

Von überall auf der Welt zu arbeiten, flexibel und selbstbestimmt zu sein, das ist für viele Menschen ein Traum. Verständlich, denn wer würde nicht gerne sein Meeting aus einem Strandcafé in Spanien halten? Doch bis jetzt kommen nur wenige Arbeitnehmer in den Genuss von Remote-Work, also dem ortsunabhängigen Arbeiten.

Nachteile von Remote-Work

1. Vertrauen in Technik

Wie bereits erwähnt, ermöglichen uns heutzutage sämtliche Tools das digitale Arbeiten. Videokonferenzen via Zoom oder Microsoft Teams, Chatverläufe in Slack etc… Doch muss man das natürlich auch alles wollen. Bevorzugt man die traditionelle Pen und Paper Arbeitsweise, wird Remote-Work schwierig. Eines der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Remote-Arbeit ist nämlich, dass so viele Informationen wie nur möglich digitalisiert werden und somit für das gesamte Team verfügbar sind.

Man sollte sich bewusst sein, dass trotz der digitalen Möglichkeiten es sein kann, dass spontane Diskussionen und gerade informelle Konversationen während Remote-Work verpasst werden.

2. Datenschutz

Datenschutz ist ein sensibles Thema für die meisten Firmen und wird besonders wichtig bei der Remote-Arbeit. Wenn man sich weltweit in öffentliche WLAN-Netzwerke einloggt, besteht die Möglichkeit, dass unbefugte Zugriff auf Daten erlangen. Um dies zu verhindern, sollte es Priorität haben, Mitarbeitende im Vorhinein aufzuklären und gegebenenfalls Vorkehrungen zu treffen.

3. Ablenkung

Zu Hause ist der Ort, wo ich schlafe, esse, wo mein Netflix, meine X-Box und meine Kinder sind. Ein Café, ein Ort mit lauter Musik, vielen Eindrücken und unzähligen Menschen, die ich wunderbar beobachten kann. Wie soll man da fokussiert bei der Arbeit bleiben?

Remote-Work benötigt ein hohes Vermögen an Selbstdisziplin. Ein strikter Zeitplan ist hier essenziell, um sich nicht zu leicht ablenken zu lassen. Für manche Mitarbeitende ist das ein Selbstläufer, für andere eine große Herausforderung.

4. Working-Hours

Wenn Mitarbeitende im Office arbeiten, besteht idealerweise eine klare Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit. Wenn jedoch von überall und irgendwann gearbeitet werden kann, ist es deutlich schwieriger, diese Grenze zu ziehen. Oftmals kommt es dann doch noch dazu, dass mal eben eine E-Mail nach der Arbeitszeit auf der Couch beantwortet wird etc… Hier ist erneut eine hohe Selbstdisziplin und Eigenverantwortung gefragt, damit es nicht zu Überstunden und einer Verschmelzung von Arbeit und Freizeit kommt.

5. Isolation

Remote-Arbeit ist nicht für jede:n gemacht. Abgesehen von Selbstdisziplin und Eigenverantwortung schätzen manche Mitarbeitende ihr Office-Leben sehr. Der Austausch mit dem Team, das gemeinsame Mittagsessen – beim Remote-Work fällt das weg.

Auch für Unternehmen ist es deutlich schwieriger, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu überprüfen. Ein Lächeln 40 Minuten über Zoom zu faken ist deutlich leichter, als einen ganzen Tag.

Vorteile von Remote-Work

1. Ortsunabhängig arbeiten

Erwiesenermaßen ist es für eine hohe Produktivität, Zufriedenheit und Kreativität essenziell, dass sich Mitarbeitende in ihrer Arbeitsumgebung wohlfühlen. Der Arbeitsplatz mag noch so schön sein, manche Mitarbeitende können zu Hause einfach am Besten arbeiten. Besonders hilfreich für eine Förderung der Kreativität ist ein regelmäßiger Arbeitsortswechsel. Selbstverständlich kommen uns schneller neue und innovative Ideen, wenn wir nicht täglich 8 Stunden auf dieselbe graue Bürowand starren.

Zusätzlich ist es für Mitarbeitende einfacher, ihre Arbeitszeiten ihren Produktivitätszeiten anzupassen, wenn sie Remote arbeiten. Wenn du also gerne um 5 Uhr morgens aufstehst und dann am produktivsten bist, kannst du dort bereits deine ersten Mails abarbeiten.

2. Weltweit

Unternehmen, die Remote-Work ermöglichen, können Mitarbeitende aus der ganzen Welt rekrutieren. Ein Top Designer in Brasilien kann also für ein deutsches Unternehmen arbeiten. Dadurch ergibt sich nicht nur die Möglichkeit, die weltweit Besten einzustellen, sondern es wird gleichzeitig ein buntes, internationales Team gebildet.

3. Spart Geld und Zeit

Wenn Mitarbeitende von zu Hause arbeiten, spart das zum einen Anfahrtskosten und zum anderen Zeit. Wer von uns steht schon gerne in der Peak Hour im Stau? Diese Minuten können viel sinnvoller als Arbeitszeit genutzt werden. Das Resultat: Weniger gestresste und zudem „wohlhabendere“ Mitarbeitende.

Doch Remote-Arbeit ist auch für Unternehmen günstiger. Weniger Mitarbeitende im Büro reduziert, Heiz-, Wasser- und Stromkosten.

Auch der Umwelt schadet das nicht! 😉

4. Attraktiver Arbeitsplatz

Um die besten Mitarbeitenden im Team zu haben, muss ihnen ein attraktiver Arbeitsplatz geboten werden. Remote-Arbeit ist eine Möglichkeit, da dies ihnen eine gute Work-Life-Balance bietet. Es ist eine effektive Maßnahme, um Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Private Termine können flexibler wahrgenommen werden.

Passt Remote- Arbeit in meine Branche?

Nicht jeder Beruf eignet sich für Remote-Work. Erfordert der Job Präsenz am Arbeitsplatz, wie es zum Beispiel der Fall für Ärzte, Handwerker oder im Einzelhandel ist, ist Remote-Arbeit nicht optimal.

Andere Berufe hingegen lassen sich optimal in Remote ausüben. Schreiben, telefonieren und auch programmieren sind zum Beispiel Aufgaben, die sich ortsunabhängig erledigen lassen und lediglich einen Laptop und WLAN erfordern.

Folgende Berufe sind beispielsweise ideal für Remote-Work:

  • Grafikdesigner
  • Webdesigner
  • Entwickler
  • Texter
  • Freelancer
  • Übersetzer
  • Blogger/Ghostwriter/Autoren
  • Virtuelle Assistenten
  • Programmierer
  • Online Marketer
  • Marketing

Remote-Work: Das Arbeitsmodel der Zukunft?

Obwohl Homeoffice und Remote-Work durch Corona an Bekanntheitsgrad gewonnen haben, arbeiten immer noch sehr wenige Firmen in Deutschland mit diesen Modellen.

Große Unternehmen pflegen traditionelle und konservative Arbeitsformen. Häufig sind es kleine, junge Unternehmen, die den Schritt ins Neue und Unbekannte wagen.

So auch vereda. Wir sind ein junges, innovatives Team und sind überzeugt vom Remote-Arbeiten. Um als Marketing und Digitalagentur erfolgreich zu sein, sind kreative Ideen das A&O. Außerdem setzt Remote-Work Führungsstrategien voraus, die wesentlich weniger hierarchisch und viel selbstbestimmter sind als konventionelle Führungsstile. Auch das passt zu uns!

Wir bei vereda bieten unserem Team deshalb die Möglichkeit frei zu entscheiden, wo es arbeiten möchte, ob im Gemeinschaftsbüro oder von zu Hause. Mitarbeitende können also ihren Arbeitsort tagesform abhängig wählen.

Persönliche Erfahrungen unserer Mitarbeitenden: Remote-Work von einem anderen Kontinent

Bereits zwei unserer Mitarbeitenden haben schon für einen längeren Zeitraum aus dem Ausland gearbeitet, genauer gesagt aus Brasilien und Südafrika. Somit war es ihnen möglich einen Auslandsaufenthalt mit ihrer Arbeit zu kombinieren.

Dies hat grundsätzlich wunderbar funktioniert. Wem kommen keine kreativen Ideen, wenn er seine Mittagspause am rauschenden Meer oder auf einem nach Zitrusfrüchten riechenden Wochenmarkt verbringen kann?

Doch natürlich sind Brasilien oder Südafrika nicht das Büro in Münster. Das optimale Büro mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch, perfektem Licht und einem zweiten Bildschirm fällt weg. Zudem steht einem nicht immer das schnellste Internet zur Verfügung und einige Tools laden deutlich langsamer.

Auch die Planung von Meetings kann kompliziert werden, wenn man sich wie in Brasilien in einer komplett anderen Zeitzone befindet. In Südafrika zum Beispiel gibt es „Loadshedding“, das bedeutet, dass bis zu 3-mal am Tag der Strom für 2 Stunden abgestellt wird. Das einem Kunden zu erklären ist nicht immer ganz so einfach 😉

Wenn man seine Arbeit jedoch liebt, haben wir die Erfahrung gemacht, dass alles mit ein bisschen Planung gut machbar ist. Wir würden es jedenfalls immer wieder tun! Denn die Vorteile überwiegen definitiv den Nachteilen.

Du hast Bock auf Remote-Work? Unsere Tipps

Vielleicht hast du schon Mitarbeitende oder Freelancer, die remote arbeiten. Deinem ganzen Team Remote-Work zu ermöglichen ist jedoch eine andere Nummer.

Damit dein Einstieg in Remote-Work so reibungslos, wie möglich abläuft, haben wir hier einmal basierend auf unseren Erfahrungen, unsere Tipps aufgelistet:

  • stelle klare (schriftlich in digitaler Form) Regeln zum Arbeiten auf
  • pflege eine gute Feedbackkultur – Lob und Kritik sind in Remote-Work noch wichtiger
  • treffe dich mindestens einmal in der Woche mit deinem ganzen Team virtuell – das pflegt den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl
  • traue deinen Mitarbeitenden was zu – dadurch gibst du ihnen Eigenverantwortung und das fördert ihre Produktivität
  • übe ein detailliertes Onboarding aus – am besten hältst du es auch digital fest
  • last but not least: Sei mutig! Zu jeder Veränderung gehört Mut 🙂

Hast du Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über den Austauch mit dir!

Zeit für ein kennenlernen

Wenn Du uns und unsere Arbeitsweisen näher kennenlernen möchtest, dann freuen wir uns auf den direkten Austausch mit Dir. Du kannst Dir gerne im unten verlinkten Kalender einen Termin für einen Videocall buchen, uns anrufen +49 (0)251 59 06 59 400 oder eine E-Mail an hallo@vereda.de schreiben.